Vor dem Einbau
Gilt für alle Befestigungsarten.
- Waagerecht verlegenDie Fensterbank muss eben und fluchtend liegen. Ein Gefälle zum Fensterrahmen hin ist nicht zulässig.
- Längendehnung einplanenDie Bank kann durch Feuchtigkeit 1–3 mm je laufendem Meter länger werden. Das muss die Befestigung mitmachen: Langlöcher, größere Bohrungen in den Konsolen, ausreichende Dehnfugen.
- Trennfugen nicht überbrückenGebäude-Trennfugen dürfen nicht von der Fensterbank überbrückt werden.
- Montage in einer NutSitzt die Bank in einer Nut im Fensterrahmen, muss die Rückseite ggf. gefalzt werden, um Dickentoleranzen auszugleichen.
- Schnittkanten versiegeln – nur im DauerfeuchtraumIm normalen Einbaubereich ist keine Kantenversiegelung nötig. Nur in Schwimmbädern oder dauerhaft wassergefährdeten Bereichen alle Schnittkanten mit WERZALIT-Kantenversiegelung porenfrei abdichten. ABS-Kanten zählen nicht als Versiegelung.
Wie wird die Bank befestigt?
Art antippen — darunter erscheinen nur die passenden Schritte.
Konsolen
bis 6000 mmDie tragfähigste Variante und die einzige, die auch begehbare Fensterbänke erlaubt.
- 1
Konsolenabstände festlegen

Bei nur 2 Konsolen höchstens 600 mm Abstand, ab 3 Konsolen höchstens 800 mm. Soll die Bank begehbar sein, höchstens 500 mm. Der freie Überstand darf 100 mm nicht überschreiten. Jede Konsole trägt rund 75 kg.
- 2
Konsolen anschrauben

Bei den WERZALIT-Konsolen kann der kurze oder der lange Schenkel als Auflagearm dienen. Bei hoher Belastung, etwa bei begehbaren Bänken, gehört immer der lange Schenkel an die Wand. Dübel und Schrauben nach Untergrund und Last auswählen.
- 3
Fensterbank verschrauben

Zylinderblechschrauben 3,9 × 16 oder Halbrundkopfschrauben 4,5 × 16 verwenden, Vorbohren mit Ø 3,2 mm wird empfohlen.
Langlöcher oder größere Bohrungen in den Konsolen vorsehen — sonst kann sich die Bank bei Längendehnung nicht bewegen und wölbt sich auf.
- 4
Seitliche Dehnfuge herstellen

Je Seite 1,5 mm pro Meter Banklänge Dehnfuge zur Laibung freilassen. Vor dem Verputzen mit einem Streifen Mineralwolle füllen, damit kein Putzmörtel hineinläuft. Zwischen Bank und Putzkante einen Folienstreifen einlegen oder einen Kellenschnitt ziehen.
Kleben mit SikaBond T2
bis 6000 mmSpannungsfreie, elastische Verbindung. Nimmt die Längendehnung selbst auf und gleicht unebene Untergründe aus.
- 1
Untergrund und Bankrückseite vorbereiten
Der Untergrund muss fest, sauber, trocken und fettfrei sein — Beton, Vollziegel, Klinker, Gips, Leichtbeton, Holz, Alu oder Stahl sind alle geeignet. Nach dem Einpassen die Klebestellen auf der Rückseite der Bank mit Sika Haftreiniger 1 und einem fusselfreien Lappen reinigen und mindestens 5 Minuten ablüften lassen.
- 2
Auflager setzen und Kleberaupen auftragen

Auflager (z. B. Holzleisten) auf den Untergrund legen: bei 2 Auflagern höchstens 600 mm Abstand, ab 3 höchstens 800 mm. Die Kleberaupen als Dreiecksraupe quer zur Banklänge neben die Auflager setzen. Raupenhöhe mindestens 1,5 mm je Meter Banklänge, aber immer mindestens 5 mm höher als das Auflager. Raupenbreite mindestens 10 mm.
- 3
Bank absprießen

Nach dem Verkleben die Bank gegen den Fenstersturz absprießen oder beschweren. Einspannzeit rund 4 Stunden.
- 4
Überstand prüfen

Steht die Bank mehr als 100 mm über, zusätzlich Konsolen setzen.
Vor dem Verkleben auf Fugendichtungsbändern die Zustimmung des Bandherstellers einholen — sonst droht Unverträglichkeit oder Klebefehler.
2K-Montageschaum
bis 3000 mmSchnell, aber die Scherfestigkeit von Schaum lässt nur wenig Längendehnung zu.
- 1
Auflager setzen

Auflager in passender Dicke anbringen: höchstens 800 mm Abstand bei 3-Punkt-Auflage, höchstens 600 mm bei 2-Punkt-Auflage.
- 2
Erst absprießen, dann schäumen

Die Bank vor dem Einschäumen gegen den Fenstersturz absprießen oder beschweren. Nicht umgekehrt.
- 3
Schaum einspritzen

Den Schaum im Bereich der Auflager einspritzen. Vollflächiges Verschäumen ist für die Klebefestigkeit nicht nötig. Die Fuge vorne zwischen Brüstung und Bank sollte aber vollständig gefüllt werden. Bank bis zum Aushärten eingespannt lassen.
Nur 2K-Schaum verwenden. 1K-Montageschaum härtet mit Feuchtigkeit und dehnt sich nach dem Ausspannen weiter aus — das wölbt die Fensterbank auf.
- 4
Überstand prüfen

Bei mehr als 100 mm Überstand zusätzlich Konsolen setzen.
Montagewinkel + Schaum
bis 3000 mmSpart das Unterfüttern mit Keilen und Kunststoffunterlegern. Passgenau und schnell.
- 1
Montagewinkel fixieren

Die selbstklebenden, vorgebohrten Kunststoff-Montagewinkel mit der Montagekelle am Fensterbank-Anschlag ausrichten und anschrauben. Pro laufendem Meter Fensterbank sind 3 Winkel nötig.
- 2
Bank auflegen und ausrichten

Die Fensterbank auf die Winkel legen und ausrichten. Unterfüttern entfällt.
- 3
Absprießen und ausschäumen

Bank gegen den Fenstersturz absprießen und mit 2K-Montageschaum ausschäumen — Vorgehen wie bei der Schaummontage.
Mauerkralle im Mörtelbett
bis 2000 mmNur mit Mauerkrallen zulässig. Zwischen Bank und Mörtelbett entsteht kein Verbund.
- 1
Mauerkrallen aufschrauben

Jeweils 2 hintereinander angeordnete Mauerkrallen mit Zylinderblechschrauben 3,9 × 16 oder Halbrundkopfschrauben 4,5 × 16 aufschrauben. Befestigungsabstand höchstens 600 mm.
Diese Befestigung erlaubt kaum Längendehnung und ist deshalb nur bis 2000 mm Banklänge zulässig.
- 2
Auflager setzen und ausrichten

Zur genauen Positionierung entsprechend dicke Auflager auf den Untergrund legen.
- 3
Bis zum Aushärten absprießen

Die Bank bis zum Aushärten des Mörtels gegen den Fenstersturz absprießen oder beschweren.
Anschluss zum Fenster und zur Wand
Nach EnEV muss die innere Anschlussfuge dauerhaft luftundurchlässig sein, die äußere dampfdiffusionsoffen und schlagregendicht — innen dichter als außen.






Stoßverbindungen und Gehrungsecken




Lüftungsgitter und Installationskanal





Kanten und Abdeckkappen





Konvektorverkleidung und Überschubbank




Zuschnitt und Bearbeitung
- TischkreissägeDekorseite oben. Vorschub etwa 5 m/min, Sägeblattüberstand höchstens 10 mm. Hartmetallbestücktes Blatt mit hoher Zähnezahl, z. B. Ø 300 mm mit 96 Wechselzähnen oder 60 Hohlzahn-Dachzähnen. Schnittgeschwindigkeit rund 60 m/s (z. B. 4000 U/min bei Ø 300 mm).
- HandkreissägeDekorseite unten. Saubere Schnitte gelingen nur mit Führungslineal.
- BohrenHSS-Spiralbohrer, hohe Drehzahl. Bei Durchbohrungen immer von der Dekorseite ansetzen.
- FräsenWerkzeuge mit Hartmetallbelag, Spanwinkel 20°.
Reinigung und Pflege
Alle im Haushalt gebräuchlichen Reiniger sind geeignet. Nicht verwenden: stark ätzende, bleichende oder scheuernde Mittel. Ausnahme: Viss Scheuermilch ist zulässig.
Technische Daten
| Quellung nach Wasserlagerung 20 °C | 2 h: 0,3–0,6 % · 24 h: 5,0–8,0 % | EN 317 |
| Feuchtegehalt | 5–10 % | EN 322 |
| Temperaturbeständigkeit | dauerhaft −50 bis +90 °C · kurzzeitig +160 °C | EN 438 |
| Brandverhalten | B2 (normal entflammbar) | DIN 4102 |
| Längenänderung durch Feuchte/Wärme | ≤ 3 mm/m | — |
| Wasserdampf-Beständigkeit | 4–5 | EN 438 |
| Ritzhärte | 3–5,5 N | EN 438 |
| Biegefestigkeit | 30–35 N/mm² | EN 310 |
| Lichtbeständigkeit | Stufe 6–8 | DIN 54 004 |
| Chemikalienbeständigkeit | gut bis sehr gut | EN 438 |
Spanholzkern mit Melamin-Oberfläche, Formaldehydklasse E1, Anforderungen nach DIN EN 312-7.